Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

 

  Der Wassertropfen

 

An einem Blatt, das vom Morgentau benetzt

Ein winziger See im durchsichtigen Rund

Ein Tröpfchen Wasser, er blinzelt in der Sonne

 

Schwebend und eigenständig, ja voller Anmut

Dieser Gruß der Sphäre, der Himmel

Unverhohlen reflektiert sein Raum die Natur

 

Ein zartes Spieglein, eine empfindliche Welt

Eine lebendige Formation der Frühe

In vollendeter Ruhe lässt sich Leben erahnen

 

An des Blattes Spitze, die vom Tau benetzte

Entscheidet sich ein Tröpfchen Meer

Soeben für die Trennung, für das Loslassen

 

 

                                                                                          Aus Für den Zeitraum eines Gedankens